Presse

Quelle: WAZ / Wattenscheid 06.08.2012

 

Kolping
Theater mit Herzblut

Wattenscheid, 06.08.2012, Ralf Drews


Wattenscheid. Die Kolpingspielschar Höntrop und die Waldbühne im Südpark – seit 58 Jahren sind sie eng miteinander verbunden. 1954 führten die Laiendarsteller dort erstmals ihre mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Märchenspiele auf. Zwei Wochen lang steht ab dem heutigen Montag die Kolpinggruppe im Rahmen des Ferienpass-Programms auf der Bühne.

Zunächst wird vom 6. bis 9. August um 16.30 Uhr „Schneeweißchen und Rosenrot“ aufgeführt. In der kommenden Woche bleibt die Spielschar den Gebrüdern Grimm und der Aufführungszeit treu und inszeniert vom 13. bis 16. August die schlafende Schönheit „Schneewittchen“. Eintritt: Erwachsene 5,50 Euro, Kinder 4,50 Euro; Ferienpassinhaber zahlen die Hälfte. Am 8. August folgt nach der Aufführung ein Abend der Begegnung, zu dem alle Kolpingmitglieder samt Familien ab 18 Uhr unter dem Motto „Kolping - Treffpunkt der Generationen“ zum Grillen eingeladen sind.

Dass der Benefiz- und Solidaritätsgedanke in der Kolpingsfamilie tief verwurzelt ist, zeigte auch der gestrige Tag: Vor der Generalprobe für „Schneeweißchen und Rosenrot“ übergab Hans-Josef Winkler vom Leitungsteam eine Spende – Erlös der 23. karnevalistischen Benefizveranstaltung der Kolpingsfamilie Höntrop. „Es hat schon Tradition, dass das Geld einer Kinder- und Jugendeinrichtung zugute kommt.“ Es handelt sich um Stühle im Wert von 2600 Euro für den Gruppenraum der Beratungsstelle „Neue Wege“ (Sitz an der Alexandrinenstraße). „Neue Wege“ ist die Beratungsstelle gegen Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellen Missbrauch von Kindern, eine Einrichtung des Caritasverbandes für Bochum und Wattenscheid. Beratungsleiterin Monika Bormann zeigte sich hocherfreut über diese Zuwendung. Joachim Ridder konnte anschließend die Bühne für die rund 20 großen und kleinen Märchen-Darsteller freigeben. Die Hauptrollen spielen Kathrin Wienert und Sandra Tengler. Ridder: „Einen Tag und eine Nacht haben wir gebraucht, um das Bühnenbild aufzubauen. Es hat sich gelohnt.“

Rückblick: Mit viel Herzblut hat die Laienspielgruppe „Frohschar“ aus den Kolpingreihen bereits ab 1921 Theater gespielt. 1953 trat die Stadt Wattenscheid an die Kolpingsfamilie mit der Bitte heran, für die daheimgebliebenen Kinder Märchen auf der Waldbühne aufzuführen. So entstand die Kolpingspielschar Höntrop, die 1954 das erste Stück aufführte. Von den Gründungsmitgliedern sind im Rahmen der gesundheitlichen Möglichkeiten heute noch aktiv die Ehrenmitglieder: Heinrich Weyers, Theresia Nau (geb. Weyers), Bernhardine Auth (geb. Weyers) sowie Friedhelm Weyers.
 



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